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Erik Lehnert
Erik Lehnert gilt als ehemaliger Schriftführer des Stiftungsvereins. Parallel zu seiner Position besetzte er das Amt des Vorsitzenden des Vereins für Staatspolitik, welches das Institut für Staatspolitik (IfS) um Götz Kubitschek in Schnellroda (Sachsen-Anhalt) betreibt. Das IfS wurde vom Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) kurz zuvor zum Verdachtsfall erklärt. Um die Stiftung vor Schäden wie dem Verlust der Gemeinnützigkeit oder staatlicher Mittel zu schützen, wurde Lehnert Anfang 2020 als Vorstandsmitglied abgesetzt.
Die Verfassungsschutzbehörde Sachsen-Anhalt stufte das IfS im Oktober 2021 als „gesichert extremistische Bestrebung“ ein. Im April 2023 schloss sich das Bundesamt für Verfassungsschutz dieser Bewertung an. Anfang 2024 wurde der Verein für Staatspolitik e. V. als Trägerverein durch Götz Kubitschek und Erik Lehnert aufgelöst. Auf der Bühne des Sommerfests des extrem rechten Verlages Antaios rief Lehnert laut taz 2025 andeutungsweise zum potenziellen Umsturz gegen die Verfassung auf: „Es dreht sich um die Frage, was an erster Stelle steht – die Verfassung oder das Überleben des eigenen Volkes … wenn die Verfassung verhindert, dass wir überleben, muss man eben anders vorgehen.“
Der Verfassungsschutzbericht 2022 zitiert Antonin Brousek, Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses. Er lobte den damaligen Leiter des lfS Erik Lehnert in einem Facebook-Eintrag vom 8. Juli 2022 als „ganz herausragende[n] Intellektuelle[n] der Neuen Rechten” (VS-Bericht, 08.07.2022)
Lehnert ist Lektor im Antaios Verlag, in welchem er zugleich publiziert. Zudem schreibt er für Sezession und gilt als Mitbegründer des Netz-Tagebuchs der Sezession.